25 октября город Глазов в очередной раз встречал стажера из Германии. В молодежный клуб «Sternbild» приехала Марта, консультант организации «Jugend in Aktion». Для небольшого городка это всегда событие и потрясающая возможность показать себя и научиться новому.

 

С участие Марты запланировано множество мероприятий: научная конференция, посвященная вопросам перевода в Глазовском педагогическом институте, мероприятия, посвященные Дню народного единства, поездка в деревню Узей-Тукля для знакомства с удмуртской национальной культурой, поездка в Ижевск для встречи с членами местного центра немецкой культуры, а также помощь в организации и реализации глазовского проекта  «Abend der deutschen Märchen».

Интересно, что по профессии Марта консультант организации «Jugend in Aktion» и является экспертом в области написания проектов. Она много рассказала о возможностях и способах сотрудничества и партнерства с европейскими организациями. Безусловно, это время будет не только веселым и захватывающим, но и полезным для обеих сторон.

А вот и первые впечатления Марты о России:

«Als ich die Ankündigung des Hospitationsprogramms in Russland im Internet gesehen habe, dachte ich — ja, ich möchte unbedingt mitmachen. Ich bin schon lange von Osteuropa fasziniert gewesen, bin viel durch die Ukraine, Belarus, Georgien und Armenien gereist, lerne Russisch, in Russland bin ich allerdings noch nie gewesen. Sicherlich hat dabei auch die umständliche Beantragung des Visums eine Rolle gespielt. Bei dem Hospitationsprogramm ist es zum Glück einfach, weil man die Unterstützung bei allen organisatorischen Anbelangen bekommt. Ich dachte — perfekt! In meiner beruflichen Tätigkeit für das EU-Programm ERASMUS+ „Jugend in Aktion“ berate ich u.a. Europäischen Freiwilligen und Einrichtungen in Osteuropa, wie man internationale Begegnungsprojekte aber auch Langzeitaufenthalte im Ausland (EVS — Europäischer Freiwilligendienst) gestaltet. Dafür ist es doch sehr hilfreich selbst eine Zeitlang in Russland zu verbringen und die berühmte russische Gastfreundschaft selbst zu erleben. Somit habe ich mich sehr gefreut, als ich eine Zusage für das Hospitationsprogramm bekommen habe. Erst einmal war es wie eine Reise ins Unbekannte, da es einige wenige Monate gedauert hat, bis ich erfahren durfte, wo ich eingesetzt werde. GLASOW, ein Klub der Russlanddeutschen — lautete die Antwort. Selbst meine russischstämmigen Freunde aus Deutschland konnten mit dem Begriff nichts anfangen, Google hat stattdessen Glasgow in Schottland vorgeschlagen. Aber ich fand es super, letztendlich sollte es auch ein Abenteuer sein und es gab zwei Russische Wörter, die mich von Anfang an auf der Reise begleitet haben — Prikliutschenie (Abenteuer) und potschemu net (warum nicht).

Am 23. Oktober war es dann soweit, ich bin nach Moskau geflogen! Ich habe wenige Tage zuvor eine Mail von Ruslan, meinem Tutor aus Glasov bekommen, dass in Russland schon Winter eingebrochen ist. Richtig, in Moskau waren es -10 Grad als ich angekommen bin und je weiter ich mit dem Zug Richtung Osten fuhr (insgesamt 17 Stunden) desto mehr Schnee konnte ich draußen aus dem Fenster sehen. Das war die erste große Überraschung, noch wenige Tage zuvor habe ich in Weimar mit Freunden draußen im Park im T-Shirt gesessen und die Herbstsonne genossen. In Glasov gab es 40 cm Schnee! Der Weg von 3.500 km fühlt sich unter diesen Umständen wie eine Zeitreise in den winterlichen Januar in Deutschland an.

Desto herzlicher war jedoch der Empfang in Glasov! Ich habe gleich meine ganze Gastfamilie samt Katze und Nachbarn, die mich sehr schnell ins Herz geschlossen haben, kennengelernt. Zum Glück waren meine Russischkenntnisse ausreichen, um mich einigermaßen an den Gesprächen zu beteiligen, der Rest wurde mit Körpersprache und einzelnen Wörtern auf Deutsch, Englisch oder Polnisch ausgeglichen. Es ist derzeit nicht einmal eine Woche seitdem ich in Glasov angekommen bin, es fühlt sich allerdings inzwischen schon wie Zuhause an. Ich beteilige mich an verschiedenen Aktivitäten im Klub der Russlanddeutschen, im Haus der Völkerfreundschaft und im Pädagogischen Institut. Überall werde ich mit sehr viel Offenheit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit begrüßt, zu Besuch eingeladen. Ruslan kümmert sich, dass ich an keinem Tag Langeweile habe und immer etwas Neues sehen oder erfahren kann. Somit bieten sich für mich jeden Tag neue Einblicke in die Gesellschaft und Bildungssystem Russland. Ich weiß jetzt schon, dass es mir sehr schwer fallen wird, das schöne, kalte Land, wo ich in den drei Wochen viele neue Freunde gewinnen könnte, zu verlassen».

Молодежный клуб «Sternbild» планирует и в дальнейшем участвовать в программе стажировок и принимать у себя специалистов в области молодежной работы из Германии.